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Fliesenarbeiten in Großküche bei Boehringer Ingelheim

Verbundabdichtung nach DIN 18534 W3-I

  • Gebäudetyp: Hostels & Gastronomie
  • Belagsart: Fliesen
  • Marke: Architekten & Planer
  • Ort: 55261 Ingelheim
  • Land: Deutschland

Ingelheim. Im Herzen Rheinhessens hat die Firma Boehringer Ingelheim ihren Hauptsitz. Rund 50.000 Mitarbeiter sind weltweit für das Pharmaunternehmen tätig und erwirtschafteten letztes Jahr einen Umsatz von knapp 16 Mrd. Euro. Um der stetig wachsenden Belegschaft die Möglichkeit zu bieten, die Mittagspause mit gesundem Essen und in angenehmer Atmosphäre zu verbringen, eröffnete auf dem Firmengelände der Zentrale kürzlich ein neues Mitarbeiter-Restaurant. Auf rund 1.900 m2 finden rund 3.500 Mitarbeiter einen Platz. Allein die Großküche umfasst 1.930 m2 zu verlegende Boden- und Wandflächen. Eine ebenso große Herausforderung waren die Fliesen- und Abdichtungsarbeiten im selben Gebäude, denn seit 2017 gilt die neue Abdichtungsnorm DIN 18534.

Großküchen gehören zu den hoch beanspruchten Flächen und damit zu einer der anspruchsvollsten Aufgaben für Planer, Bauleitung und Fliesenleger. Einerseits stellt die tägliche mechanische und chemische Belastung hohe Anforderungen an die keramischen Beläge, etwa von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie Dampfstrahlern, durch aggressive Öle, Fette oder säurehaltige Nahrungsmittel. Andererseits sind funktionstüchtige Abdichtungen, widerstandsfähige Verfugungen und sichere Verklebungen wichtig, besonders die Anschlüsse etwa bei Bodenabläufen, Rohrdurchführungen oder Entwässerungsrinnen spielen hier eine entscheidende Rolle für das Funktionieren des Gesamtsystems. Verbundabdichtungen in Großküchen fallen nach DIN 18534 in die Wassereinwirkungsklasse W3-I mit chemischen Einwirkungen.

Die Bauleitung stimmte im Vorfeld mit dem Verleger verschiedene Aufgaben ab. Im Fokus stand dabei die Abdichtung des gesamten Küchenbereichs,
insbesondere die Abstimmung der Anschlussdetails an Rinnen, Abläufen und Ausgusswannen sowie bei Türen und Fenstern.

Sichere Abdichtungen vor der Verlegung und Verfugung in der Großküche

Die beste Pflege und größte Aufmerksamkeit können nicht vermeiden, dass sich in einer Großküche Medien wie Wasser, Säuren, Fette und Öle ausbreiten. Bei Rissen oder Beschädigungen im Belag dringen diese in den Untergrund ein und der Estrich beginnt sich nach und nach zu zersetzen. Dies betrifft dann in der Konsequenz schlimmstenfalls auch die darunter liegende Tragkonstruktion. Eine vollständige Abdichtung ist daher unumgänglich. In Abstimmung mit Rainer Mauz, Geschäftsführer von Fliesen Mauz, wurde festgelegt, dass die Nassbereiche mit der Abdichtungsbahn codex Hydrostop abgedichtet werden. Dabei handelte es sich um eine weich eingestellte Polyethylenbahn mit beidseitig aufgebrachtem Vliesgewebe, um einen sicheren Haftverbund mit dem Dünnbettmörtel sicherzustellen. Aufgrund des einlagigen Aufbaus war eine schnellere Verarbeitung möglich. Auch können durch die vorgegebene Schichtdicke Verarbeitungs-fehler vermieden werden. Das Produkt erfüllte als Verbundabdichtung die hier geforderte Beanspruchungsklasse „C“ nach dem ZDB-Merkblatt Verbundabdichtungen. Der Einsatz einer Abdichtungsbahn innerhalb der Wassereinwirkungsklasse W3-I nach DIN 18534 ist eine Sonderkonstruktion, welche vertraglich zu vereinbaren ist.

Die Abdichtungsbahnen wurden im Wandbereich mit einem flexiblen, schnell erhärtenden Dünnbettmörtel codex Power RX 6 Turbo verklebt.
Durch seine schnelle Erhärtung und die kristalline Wasserbindung wird sichergestellt, dass nur geringe Mengen Feuchtigkeit in den Untergrund gelangen und die Flächen dadurch sehr schnell belegt werden können. Am Boden wurden die Bahnen mit einer flexiblen 2-K Verbundabdichtung codex Epo 2000 verklebt. Dies bot die höchstmögliche Sicherheit in diesem hochbelasteten Bereich. Die Stöße der Bahnen wurden ebenfalls komplett mit der 2-K Epoxidharz-Verbundabdichtung verklebt, die dafür sorgt, dass auch die Überlappungen zuverlässig dicht und belastbar sind. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Abdichtung der Beanspruchungsklasse „C“ entspricht.

Widerstandsfähiges Material für die Verlegung und Verfugung

Die Verlegung der Wand- und Bodenfliesen erfolgte mit einem flexiblen Dünnbettmörtel. Nachfolgende Arbeitsschritte können somit rasch ausgeführt werden. Zur Verfugung wurde ein hochfester msSpezial-Fugenmörtel gewählt. Dieser erfüllt trotz seiner zementären Zusammensetzung die Mindestanforderungen für Reaktionsharzfugenmörtel bezüglich der Abrieb- und Druckfestigkeit. Dadurch ist im Vergleich zu konventionellen zementären Fugenmörteln eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Vielzahl von Chemikalien gewährleistet.

„In der Spülküche konnten wir keine Kompromisse eingehen“, berichtet Rainer Mauz. „Darum haben wir eine hoch chemikalienbeständige Epoxidharzfuge eingesetzt.“ Hierbei handelt es sich um einen Reaktionsharzfugenmörtel mit sehr guter Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse, aggressive Wässer und Chemikalien, Salze und mechanische Beanspruchung. Für den sicheren Einbau der Abläufe, Rinnen und Ausgusswannen wurde ein Epoxidharzmörtel gewählt. Dieser praktisch schwundfreie Mörtel garantiert eine dauerhafte Verbindung zur Rinne und fixiert diese zuverlässig für eine lange Lebensdauer.